Willkommen bei unserem großen Nähmaschine Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Nähmaschinen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Nähmaschine zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Nähmaschine kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Nähmaschine ist nicht nur für eigene Näharbeiten, sondern auch für selbstständige Ausbesserungsarbeiten an kaputter Kleidung bestens geeignet.
  • Neben herkömmlichen Haushaltsnähmaschinen stehen dir auch Oerlock-Nähmaschinen, spezielle Materialnähmaschinen und Kindernähmaschinen zur Auswahl.
  • Lass dich vor deiner Kaufentscheidung am besten in einem Fachhandel von einem Experten beraten, um die richtige Nähmaschine für dich zu finden.

Nähmaschine Test: Das Ranking

Platz 1: W6 „N1615“ Freiarm-Nähmaschine

Platz 2: W6 „N1235/61“ Freiarm-Nähmaschine

Platz 3: Singer Mercury 8280 Nutznaht-Nähmaschine

Platz 4: W6 „N1800“ Nähmaschine

Platz 5: Singer 2250 Tradition Nähmaschine

Platz 6: Carina Professional Nähmaschine

Platz 7: Brother Innov-is 10 a Anniversary Nähmaschine

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Nähmaschine kaufst

Wann lohnt es sich eine Nähmaschine zu kaufen?

Eine Nähmaschine zu kaufen, lohnt sich bereits zu Beginn, wenn man das Hobby Nähen für sich entdeckt. Denn per Hand zu nähen ist sehr zeit- und arbeitsaufwendig. Und eine einfache Haushaltsnähmaschine, die man für den Anfang benötigt, ist nicht sehr teuer – vor allem, wenn es kein neues Modell sein muss.

Und selbst, wenn man nicht viele Nähprojekte im Jahr umsetzt, hilft eine Nähmaschine dabei, Mängel an Kleidung oder anderen Textilien schnell zu beseitigen. Der Bettbezug hat ein Loch? Oder die Jeans ist ein bisschen zu lang? Kein Problem: Nähmaschine aufbauen, passendes Garn aussuchen, nähen und schon ist alles wieder in Ordnung.

Was muss ich als Anfänger beim Nähen beachten?

Als Anfänger scheint einem das Nähen als riesengroße Herausforderung, mit tausend Dingen, die man beachten muss. Doch schon nach kurzer Zeit wirst du feststellen, dass du mit den ersten grundlegenden Kenntnissen kleine Nähprojekte in die Tat umsetzen kannst.

Um diese Grundlagen zu lernen, empfiehlt es sich, einen Kurs zu machen, Anfängervideos im Internet anzuschauen oder sich von einer erfahrenen Näherin alles zeigen zu lassen. Jedenfalls ist Nähen etwas, das man am Beispiel gesehen und nachgemacht haben muss anstatt sich nur mit der Theorie zu beschäftigen.

Wo kannst du eine Nähmaschine kaufen?

Haushaltsnähmaschinen sowie Overlocks gibt es im Fachhandel (in Nähgeschäften), in Kaufhäusern, im Elektrofachhandel, im Discounter oder online zu kaufen.

Auch wenn neben den Nähgeschäften mittlerweile auch andere Läden Nähmaschinen im Sortiment haben, gibt es Nähzubehör und Ersatzteile oft nur im Fachhandel.

Was kostet eine Nähmaschine?

Der Preis einer Nähmaschine hängt stark von ihrem Funktionsumfang, also der Anzahl der Nähprogramme, und ihrem Alter ab. Die aktuellsten Modelle kosten natürlich vielmehr als ihre Vorgänger. Eine antike Nähmaschine hat wiederum Seltenheitswert und kann deshalb kostspielig sein.

Generell kostet eine Nähmaschine als Neuware zwischen 80 und 2.000 Euro. Gebrauchte Nähmaschine können auch günstiger erworben werden.

Ab wann ist eine Nähmaschine für Kinder geeignet?

Ab welchem Alter dürfen Kinder an der Nähmaschine helfen? Ab wann dürfen und können sie ganz eigene Projekte nähen? Diese Frage stelle sich bestimmt jede nähende Mutter früher oder später einmal. Heutzutage gibt es Kinder-Nähkurse schon ab 5 Jahren, die meisten sind für 8- und 9-Jährige. Die meisten Kinder können mit 6 Jahren schon alleine ein eigenes kleines Nähprojekt fertigstellen, zumindest auf einer Kindernähmaschine. Unter Aufsicht können sogar Kindergarten Kinder kleine Näharbeiten tätigen. Die meisten Eltern trauen ihren Kindern einfach zu wenig zu.

Produktbild

Bei Nähmaschinen lohnt es sich auf jeden Fall, sich eine speziell dafür hergestellte Tasche zuzulegen, vor allem wenn man viel unterwegs ist. Denn ohne Sie ist es sehr umständlich, einen sicheren Transport zu ermöglichen.

Wie kann ich eine Nähmaschine reinigen?

Um deine Nähmaschine richtig zu reinigen brauchst du folgendes Zubehör:

  • Bedienungsanleitung der Nähmaschine
  • Weichen und sauberen Stoff
  • Nähmaschinen-Öl
  • Schraubendreher
  • Einige Wattestäbchen
  • Pinsel
  • Staubsauger

1. Stichplatte und Nadel entfernen

Als erstes solltest du deine Nähmaschine vom Stromnetz trennen. Um die Stichplatte zu entfernen brauchst du einen Schraubendreher. Mit dem Schraubendreher die Schrauben entfernen und die Stichplatte herausnehmen. Neben der Stichplatte solltest du die Nadel auch entfernen.

2. Zubehör entfernen

Du entfernst nun alle Zubehörteile wie Nähfuß, Spule, Garn, Garnrollenhalter usw. aus der Nähmaschine. Ebenso wird das Greifersystem zerlegt und herausgenommen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung der Nähmaschine ist hilfreich, wenn du nicht genau weißt wie es geht.

3. Maschine reinigen

Mit der Zeit sammelt sich eine Menge an Staub- und Fadenreste und diese müssen gründlich entfernt werden. Du kannst die Verschmutzungen mit dem Pinsel oder einem Staubsauger entfernen. Die Kombination aus beiden klappt auch gut.

4. Greiferbahn und Spurenbereich reinigen

Alles wird sorgfältig mit einem weichen Tuch gereinigt. Im Anschluß kannst du die Greiferbahn mit einem Wattestäbchen reinigen, um die letzten Reste zu entfernen.

5. Nähmaschine ölen

Die Greiferbahn sollte innen und außen mit nur 1-2 Tropfen Nähmaschinenöl geölt werden. Zum einölen kannst du auf ein Wattestäbchen ein paar Tropfen öl geben.

6. Zusammensetzen

Wenn du alles sorgfältig gereinigt hast, setzt du die Spule in die Spurenkapsel ein. Danach setzt du alle Einzelteile des Greifersystems wieder in der richtigen Reihenfolge ein.

Die Wartung und Pflege von Industrienähmaschinen ist Aufgabe eines Fachmannes.

Warum sollte ich die Nähmaschine ölen?

Die Nähmaschine ist eine Maschine mit sehr vielen, oft kleinen, beweglichen Teilen, diese müssen reibungslos zusammenarbeiten, damit das Nähen funktioniert. Deswegen ist die Wartung und Pflege der Nähmaschine so wichtig. Zur Pflege gehört einerseits die Reinigung und anderseits das Ölen.

Beim Ölen müssen grundsätzlich alle beweglichen Teile geölt werden. Es genügt dabei schon ein ganz kleiner Tropfen auf die jeweiligen Teile. Um an die kleinen Teile zu kommen muss die Nähmaschine zerlegt werden. Dabei solltest du dir die Bedienungsanleitung der Maschine zurecht legen, weil je nach Typ und Modell, es Unterschiede gibt. Zum Ölen solltest du nur Nähmaschinenöl verwenden, weil andere Öle durch ihre Eigenschaften nicht geeignet sind.

Wann muss ich die Nähmaschinennadel wechseln?

Eine Nähmaschinennadel sollte nach jedem Näh-Unfall gewechselt werden. Näh-Unfälle sind, wenn du über Reißverschlüsse, dicke Stecknadeln oder über harte Sachen genäht hast. Aber grundsätzlich gilt: Eine Nähmaschinennadel hat eine Lebensdauer von ca. 8- 10 Näh-Stunden. Dann sollte sie in jedem Fall erneuert werden.

Alte Nähmaschine auf Tisch

Die Nähmaschine dient zur mechanischen Herstellung einer Naht. (Foto: maxmann / pixabay.com)

Wann verwende ich welche Nähmaschinennadel?

Jede Nähmaschinennadel hat zwei Farbmarkierungen. Die obere Markierung zeigt dir für welches Material die Nadel gedacht ist. Eine blaue Markierung bedeutet, dass sie für das Nähen mit Jeans geeignet ist. Orange bedeutet: Für das Nähen mit Jersey geeignet.

Die untere Markierung zeigt an, welche Stärke die Nadel hat. Eine pinke Markierung bedeutet, eine Stärke von 130. Ist also die obere Markierung blau, die untere pink, bedeutet dass: Jeansnadel in der Stärke 130. Wenn eine Nadel keine Farbmarkierungen für das Material hat, ist sie eine Universalnadel.

Wann benutze ich welches Garn?

Bei der Auswahl des richtigen Garns kommt es immer auf dein Nähprojekt an. Ein dicker Stoff sollte auch mit einem dicken Garn genäht werden, damit das Garn nicht reißt. Dünnere Stoffe sollten mit dünneren Garn genäht werden. Wenn du nämlich versuchst einen dünnen Stoff mit einen dicken Garn zu nähen entstehen wellen und du kannst nicht Versäubern.

Entscheidung: Welche Arten von Nähmaschinen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Im Bereich Nähmaschinen unterscheidet man zwischen verschiedenen Grundformen. Die wichtigsten Arten von Nähmaschinen sind:

  • Haushaltsnähmaschinen
  • Overlock-Nähmaschinen
  • Spezielle Materialnähmaschinen
  • Kindernähmaschinen

Während diese Formen früher noch stark voneinander getrennt existierten, bieten die Hersteller mittlerweile auch schon kombinierte Maschinen an (z.B. Stick- und Nähmaschine in einem).

Vor dem Kauf einer Nähmaschine stellt man sich zwangsläufig die Frage, welche die Richtige ist. Um dir bei dieser Entscheidung zu helfen, stellen wir im Folgenden die einzelnen Nähmaschinenarten ausführlicher vor.

Was ist eine Haushaltsnähmaschine und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Eine Haushaltsnähmaschine hast du sicherlich schon einmal gesehen. Das ist so eine Nähmaschine, wie sie auf Omas oder Mamas Küchentisch steht: Ein kastiges Gerät mit einem Tragebügel und einem dazupassenden Deckel, der die Maschine vor Staub schützt.

Mit Hilfe einer Haushaltsnähmaschine kann man viele Nähprojekte umsetzen – sowohl im Bereich Herstellung als auch was Änderung beziehungsweise Mängelbeseitigung angeht.

Vorteile
  • Für nahezu alle Stoffarten geeignet
  • Einfache Bedienung
  • Schnell aufgebaut
  • Garn einfach zu wechseln
  • Auch für Knopflöcher, Ziernähte und Applikationen geeignet
Nachteile
  • Kann Kanten nicht versäubern
  • Nähen, versäubern und Stoffüberschuss abschneiden sind drei separate Arbeitsschritte
  • Meist ohne Stickfunktion

Am besten eignet sich eine Haushaltsnähmaschine für die Verarbeitung von Baumwollstoffen. Mit speziellen Nadeln, die man jederzeit wechseln kann, können aber auch Stoffe wie z.B. Jeans, (dünnes) Leder, Jersey oder Wachstuch vernäht werden.

Was ist eine Overlock-Nähmaschine und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Eine Overlock-Nähmaschine ist kompakter als eine Haushaltsnähmaschine und oben hat sie mehrere Garnrollen aufgesteckt. Mit einer Overlock-Nähmaschine kannst du zwei Stoffe zusammennähen und deren Kanten versäubern. Gleichzeitig wird der überschüssige Stoff an der Säuberungskante abgeschnitten. Damit sehen deine Nähprojekte sofort viel akkurater aus und die Stoffkante kann nicht mehr ausfransen.

Vorteile
  • Ein Arbeitsschritt für Nähen, versäubern und Stoffüberschuss abschneiden
  • Kann auch schwierige Stoffe sauber verarbeiten
  • Perfekt für das Nähen von Kleidungsstücken
  • Hohe Nähgeschwindigkeit
Nachteile
  • Kein Ersatz der Haushaltsnähmaschine
  • Schwierige Bedienung
  • Teurer als eine Haushaltsnähmaschine
  • Teilweise spezielle Nadeln und Garne notwendig

Allerdings ersetzt die Overlock im Normalfall nicht die einfache Haushaltsnähmaschine, weil man mit ihr keine Applikationen oder Ziernähte machen kann. Deshalb kannst du sie höchstens als Ergänzung zu deiner schon vorhandenen Nähmaschine kaufen.

Welche Spezialnähmaschinen gibt es und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Eine Spezialnähmaschine wird Industrienähmaschiene genannt. Die Industrienähmaschinen werden vor allem in der industriellen Verarbeitung von Stoffen eingesetzt. Sie können im Gegensatz zur Haushaltsnähmaschine auch schwierige, meist sehr dicke Materialien, wie Leder, Jeans oder Filz nähen.

Eine Industrienähmaschine transportiert den Stoff auf eine andere Weise als die Haushaltsnähmaschine und kann so einen gleichmäßigen Stich erzeugen. Allerdings ist sie nicht so vielseitig wie eine einfache Nähmaschine und auch nicht auf einen mobilen Gebrauch ausgelegt. Vielmehr braucht sie einen festen Standort.

Vorteile
  • Gute Verarbeitung von dickeren Stoffen oder mehreren Stofflagen
Nachteile
  • Meist größer und schwerer als eine Haushaltsnähmaschine
  • Teurer als eine einfache Nähmaschine
  • Braucht spezielles (dickeres) Garn

Die Anschaffung einer Industrienähmaschine lohnt sich also nur, wenn man regelmäßiger (oder gleich in Serie) Dinge wie Ledertaschen, Gürtel oder Hundehalsbänder herstellen möchte.

Was ist eine Kindernähmaschine und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Wie der Name schon sagt, ist eine Kindernähmaschine für kleine Hände geeignet. In ihrer Funktionsweise ähnelt sie aber im Allgemeinen ihrer großen Schwester, der Haushaltsnähmaschine. So können auch schon die Jüngeren kleine Erfolge bei ihren ersten eigenen Nähprojekten verbuchen.

Eine Kindernähmaschine ist vor allem dann eine sinnvolle Anschaffung, wenn dein Nachwuchs sehr gerne und viel näht. Und wenn ihr/ihm die Bedienung der großen Nähmaschine noch zu schwer fällt. Durch einen integrierten oder nachrüstbaren Fingerschutz sind Kindernähmaschinen besser geeignet als die normalen Nähmaschine.

Vorteile
  • Für Kinderhände gemacht
  • Einfache Bedienung
  • Kompakte Größe
  • Fingerschutz
Nachteile
  • Teurer als eine einfache Nähmaschine
  • Kein voller Funktionsumfang

Die einzelnen Modelle von Kindernähmaschinen unterscheiden sich stark. Manche haben nur eine einzige Funktion (eine gerade Naht zu setzen), andere ähneln stärker den Haushaltsnähmaschinen. Hier ist es wichtig zu wissen, was dem Kind beim Nähen wichtig ist.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Nähmaschinen vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Nähmaschinen vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Produkt für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Nähfuß
  • Unterschiedliche Sticharten
  • Programmierbarer Nadelstopp
  • Freiarm
  • Beleuchtung
  • Fußpedal
  • Automatische Fadenspannung
  • Bedienfreundlichkeit
  • Garantie
  • Transport

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Nähfuß

Egal ob als Anfänger, Hobbynäher oder Profi dein Nähfuß sollte qualitativ hochwertig sein, um damit ein Ergebnis zu deiner Zufriedenheit erreichen wird. Dabei ist es wichtig, wie weit sich der Nähfuß anheben lässt, beziehungsweise wie dick dein Stoff zum Nähen sein darf. Wenn du noch ein Anfänger bist, ist ein Obertransportfuß eine sinnvolle Investition, weil er das Verrutschen des Stoffes verhindert.

Nahaufnahme Nähfuß

Der Nähfuß muss qualitativ hochwertig sein, um ein gutes Näh-Ergebnis zu bekommen. (Foto: moritz320 / pixabay.com)

Unterschiedliche Sticharten

Es gibt eine Vielzahl an Sticharten, aber für den gewöhnlichen Gebrauch brauchst du keine 100 verschiedenen Sticharten. Du solltest nur darauf achten, dass die Nähmaschine einen Zick-Zack-Stich, Knopflochstich, Geradstich und Steppstich besitzt, damit du den Stich am Anfang und Ende des Saums befestigen kannst.

Programmierbarer Nadelstopp

Der programmierbare Nadelstopp ist eine praktische Funktion. Diese Funktion ermöglicht es dir einzustellen, ob die Nadel über oder im Stoff stehen bleibt. Der Vorteil des Nadelstopps ist, dass du den Stoff wesentlicher besser drehen kannst, ohne das er verrutscht. Das ist sehr praktisch und du solltest es beim Kauf berücksichtigen.

Freiarm

Bei einer Freiarm Nähmaschine kannst du einen Teil der Maschine entfernen, damit du zum Beispiel einen Ärmel oder ein Hosenbein wie einen Schlauch auf die Nähfläche ziehen kannst. So kannst du ohne Probleme weitersähen. Normalerweise sollte heutzutage dieser Freiarm eine Standardfunktion jeder Nähmaschine sein und daher unbedingt beim Kauf beachtet werden.

Beleuchtung

Die Beleuchtung an einer Nähmaschine ist eine wichtige Funktion, weil oft abends genäht wird. Eine neue hellere Beleuchtung empfinden wir als eine Erleichterung beim Sehen.

Fußpedal

Normalerweise wird es für die Regelung der Näh-Geschwindigkeit verwendet, aber in den letzten Jahren sind immer mehr Funktionen dazu gekommen, wie Nähfuß heben oder senken, Nadelposition oben/unten, Fadenabschneider betätigen oder rückwärts nähen. Das ist sehr praktisch, da hättest du beide Hände frei, um den Stoff zu führen.

Automatische Fadenspannung

Diese Funktion ist eine Erleichterung für alle, die noch nicht so geübt sind beim Justieren der Fadenspannung. Wenn du aber sehr spezielle Verarbeitungstechniken bevorzugt, und ganz individuelle Spannungen möchtest, ist die automatische Fadenspannung natürlich überfordert. Am besten ist also eine automatische Spannung, die auch manuell eingestellt werden kann.

Bedienfreundlichkeit

Die Symbole auf der Maschine oder auf dem Monitor sollten leicht zu erkennen sein. Die Funktionen sollten ebenfalls gut zu verstehen sein.

Garantiezeit

Ein guter Hersteller bietet auch eine lange Garantie an. Oftmals gibt es Garantien von 10 Jahren auf das Gerät. So kannst du unbesorgt sein, dass deine Nähmaschine in absehbarer Zeit kaputt geht oder erste Mängel auftreten.

Transport

Nicht jeder hat ein eigenes Zimmer für seine Näharbeiten. Also solltest du bedenken, dass einige Nähmaschinen sehr schwer sind und oft keinen Griff haben. Auf Dauer wirst du bei vielen Transporten eine Nähmaschine mit Leichtbauweise und einen Griff bevorzugen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Nähmaschine

Seit wann gibts es Nähmaschinen?

Der österreichische Schneider Josef Madersperger hat 1807 die erste Nähmaschine konstruiert. Die Maschine beruht auf den Prinzip der Nachahmung der Bewegungen der nähenden menschlichen Hand. Die Nachahmung der Nähbewegungen führte aber 1807 nicht zum gewünschten Erfolg. Deswegen entwickelte er in den darauffolgenden Jahren eine Nähmaschine, die den Webvorgang mittels Kettelstich nachahmt. Die verbesserte Maschine wurde 1814 fertiggestellt.

Die erste Nähmaschine die auf den heutigen Nähmaschinen beruht wurde 1845 vom Mechaniker Elisa Howe entwickelt. Er entwickelte das Prinzip des Doppelsteppstichs musste, aber später seine Patenterlöse mit seinem Konkurrenten Issac Merritt Singer teilen. Singer ergänzte die Konstruktion durch eine senkrechte Nadelstange sowie einen kontinuierlichen Stofftransport. Somit war diese Konstruktion der Vorreiter der heutigen Nähmaschine.

Wie funktioniert eigentlich eine Nähmaschine?

Grundsätzlich werden beim Nähen mehrere Fäden miteinander verknüpft. Was man früher per Hand gemacht hat, wird nun durch die Nähmaschine erledigt.

Grundsätzlich hat man immer zwei Fäden, den Ober- und den Unterfaden. Sticht die Nadel nun durch den Stoff, wird ein kleines Loch erzeugt und der Oberfaden befindet sich nun unterhalb des Stoffes. Ein Greifer wickelt den Oberfaden nun so um den Unterfaden, dass sich eine Schlaufe bildet. Schließlich fährt die Nadel wieder inklusive Oberfaden nach oben.

Durch die Schlaufe mit dem Unterfaden, wird dieser ebenfalls mitgenommen. Die Schlaufe ist also der Punkt, an dem Ober- und Unterfaden miteinander verbunden sind. Dieser Punkt befindet sich dann in dem Loch, das durch die Nadel vorher gestochen wurde. So bleibt der Oberfaden weiterhin oben und der Unterfaden auf der Unterseite des Stoffes.

Die Schlaufe hält die Fäden gut zusammen, so dass die Naht dauerhaft hält. Damit die Nadel jetzt nicht immer wieder auf die gleiche Stelle sticht, verfügen die Nähmaschinen über einen Transporteur. Immer wenn die Nadel nach oben geht wird der Stoff mit Hilfe eines Greifarms und eines Zahnrades um ein kleines Stück weitergeschoben, also transportiert.

Wohin mit alter Nähmaschine?

Eine alte Nähmaschine muss nicht zwingend entsorgt werden. Sie kann nach reichlicher Prüfung durchaus weiterverwendet werden. Kunze AG unterstützt mit dieser Idee ein Ausbildungsprojekt in Afrika und verhilft auf diesem Weg vielen Einheimischen zu einem Einkommen.

Neben der Kunze AG gibt es noch weitere Spendenorganisationen, die dringend alte Nähmaschinen suchen. Sowie die Aktion Pit, sie unterstützen 20 Nähschulen in Togo, wo junge Frauen, die noch nie in die Schule gehen durften, eine Schneiderausbildung und Alphabetisierungskurse bekommen. Also du musst die Nähmaschine nicht gleich auf dem Sondermüll entsorgen, sie kann anderswo sehr hilfreich sein.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] Bäckmann R.: Nähen – Nadel – Nähmaschine: Ursprünge der Nähtechnologie im Zeitalter der ersten industriellen Revolution, Schneider, Hohengehren, 1991.


[2] http://xn--nhen-fr-anfnger-0kbk04b.de/naehmaschinen-fuer-anfaenger/funktionen-der-naehmaschine-im-ueberblick/


[3] http://de.wikihow.com/Eine-N%C3%A4hmaschine-benutzen

Bildnachweis: moritz320 / pixabay.com

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