Willkommen bei unserem großen Strickmaschinen Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Produkte. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Strickmaschine zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Strickmaschine kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Die maschinelle Strickmaschine lässt dich schneller stricken, sodass du weniger Zeit zum Ausprobieren von kreativen Strickstücken brauchst.
  • Je nach Maschinentyp kann man anspruchsvolle Strickmuster und komplexe Motive stricken.
  • Das maschinelle Stricken ersetzt das Handstricken nicht vollkommen. Auch hier werden Maschen angeschlagen und jede Reihe einzeln gestrickt. Doch eine Reihe entsteht durch das einfache hin- und herbewegen des „Schlittens“.

Strickmaschine Test: Das Ranking

Platz 1: ADDI 890-2 Strickmaschine Express

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Strickmaschine kaufst

Was ist eine Strickmaschine?

Die Strickmaschine ist eine Erfindung, die zurück auf das 19. Jahrhundert geht. Das Maschinenstricken revolutionierte die Strickindustrie. Damals war das Stricken von Pullover, Schals oder Socken nur händisch möglich. Doch nun kann maschinell sowie automatisiert gestrickt werden.

Die oft zeitaufwendige und mühselige Arbeit, die mit dem Stricken verbunden ist, wird durch die Effizienz der Strickmaschine ersetzt. Das entlastet nicht nur deine Handgelenke, sondern lässt dir auch mehr Spielraum, um kreativ mit unterschiedlichen Strickwerken zu experimentieren.

Denn durch das schnelle Auflösen und Erstellen der einzelnen Reihen, kannst du mehr wagen, ohne viel Zeit zu verlieren.

Die ersten mechanisch betriebenen Heimstrickmaschinen wurden in den 1950er Jahren entwickelt. Doch durch die rasante technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte können Strickwerke in einer Vielzahl von Mustern angefertigt werden.

Die Ergänzung durch elektrische, computergesteuerte Maschinen haben auch das Einsetzen von Motiven völlig verändert. Nun können auch Anfänger professionell stricken.

Mit einer Strickmaschine ist Stricken leicht gemacht. Mechanisch betrieben strickt sie Reihe um Reihe viel schneller als man es per Hand je könnte.

Wie funktioniert eine Strickmaschine?

Beim Stricken mit der Hand arbeitest du mit zwei Stricknadeln, die du Reihe für Reihe von der linken Nadel auf die rechte Nadel abstrickst.

Bei einer Strickmaschine sieht das ein wenig anders aus. Sie arbeitet je nach Maschinentyp mit 160 bis zu 240 Stück Nadeln. Diese Nadeln sind auf einem Nadelbett befestigt, das wiederum mehrere Schienen umfasst. Das Prinzip ist einfach: Jede Nadel hält eine Masche.

Beim Arbeiten an der Maschine wird der Strickschlitten, auch Strickschloss genannt, in gleichmäßigen Bewegungen entlang des Geräts geführt. Der Arbeitsfaden ist hierbei in den Strickschlitten eingefädelt. Er legt sich bei jeder Bewegung entlang der Schienen in die Haken der einzelnen Nadeln.

Dabei entstehen neue Maschen, indem der Arbeitsfaden durch die Maschen auf die einzelnen Nadeln gezogen wird. Anschließend werden die Maschen der vorherigen Reihe über die neuen Maschen gezogen.

Diese gleiten dann von den Nadeln. Der Nadelhaken, auch Zunge genannt, schließt sich, sobald der Arbeitsfaden aufgenommen wurde. So gleiten keine neuen Maschen mit den Maschen der Vorreihe von der Nadel.

Das Stricken mit der Maschine erfolgt über mehrere Schienen. Auf diesen befindet sich ein Nadelbett mit bis zu 240 Nadeln. Mit dem Bewegen des Strickschlittens schaffst du eine neue Maschenreihe.

Was ist eine Flachstrickmaschine?

Die Flachstrickmaschine ist die erste erfundene Strickmaschine. Sie wird auch Einbettgerät genannt und stellt ein Nadelbett zur Verfügung. Durch diese Erfindung wurde erstmals das schnelle Fertigen von Schlauch- und Strickwaren möglich, die recht-rechts gestrickt werden. Das macht die Ware bis zu 100 % dehnbarer.

Diese Art von Strickmaschine strickt im Grundmuster alles glatt rechts. Du kannst aber auch Zopf-, Norweger-, und Fangmuster stricken. Die Flachstrickmaschine ist die einfachere Maschinenart und kann daher keine Strickmuster stricken bei denen rechte und linke Maschen abgewechselt werden oder ein Patentmuster, bei dem auch in die Tiefe gestrickt wird.

Die Flachstrickmaschine strickt alles glatt rechts. Sie eignet sich für Anfänger und fertigt drei unterschiedliche Strickmuster.

Welche Arten von Flachstrickmaschinen gibt es?

Einfache Flachstrickmaschine

Die einfache Flachstrickmaschine strickt schöne und gleichmäßige Strickmuster. Doch bei dieser Maschine musst du auch oft manuell arbeiten.

So kann es sein, dass die Zeit, die du zum Stricken für ein Strickwerk benötigst, sich nicht zwangsläufig verkürzt.

Eine einfache Flachstrickmaschine eignet sich vor allem, wenn du:

  • große Stickarbeiten hast
  • glatt von rechts strickst
  • den Rest von Hand fertigst

Halbautomatische Flachstrickmaschine

Die halbautomatische Flachstrickmaschine mit Lochkarte bietet bereits mehr Möglichkeiten. Mit dieser Strickmaschine können verschiedene Muster gestrickt werden, die auf dem einfachen Einbettgerät nicht möglich sind.

Einige dieser Maschinen besitzen auch eine Drucktastenautomatik, die die Motive des Strickwerkes halbautomatisch übernimmt. Hier ist es jedoch wichtig, dass du dich gut mit der Bedienungsanleitung deiner Strickmaschine auseinandersetzt, um den Nutzen deines Gerätes auszuschöpfen.

Eine halbautomatische Flachstrickmaschine eignet sich vor allem, wenn du:

  • komplizierte Muster strickst
  • dich mit Strickmaschinen auskennst

Vollautomatische Flachstrickmaschine

Die vollautomatische Flachstrickmaschine mit Lochkarte ist für eine Vielzahl von Strickmustern einsetzbar.

So kannst du mit ihr unter anderem Norweger-, Fang-, Web- und Lochstrickmuster umsetzen. Du kannst frei entscheiden, wo du Motive oder Musterstreifen einstricken möchtest.

Diese Strickmaschine hat auch oftmals die Option zu plattieren, das bedeutet, du kannst doppelseitig stricken. Hierfür wählst du zwei unterschiedliche Farben aus, die dann die Vorder- und Rückseite deines Werkes ausmachen.

Die Häufigkeit, mit der du dabei die Bedienungsknöpfe betätigen musst, hält sich bei dieser Maschine in einem angenehmen Rahmen.

Da diese Maschine mit einer Lochkarte arbeitet, kannst du bei einem elektronisch gesteuerten Gerät alle Motive stricken, die du auf einer Lochkarte anlegen kannst. Auch Strickmuster kannst du beliebig variieren. Du kannst sie zum Beispiel spiegeln oder verlängern.

Bei einigen Geräten, die einen Sensor besitzen, reicht es sogar aus, das Muster auf eine Folie zu zeichnen. Die Maschine scannt dann dein Muster und wandelt es in ein strickbares Motiv um.

Die unterschiedlichen Arten der Flachstrickmaschine eignen sich für Anfänger und Fortgeschrittene. Je nach gewünschtem Mustern oder Motiv kannst du dich entscheiden mehr Geld für eine Strickmaschine auszugeben oder weniger.

Was ist eine Rundstrickmaschine?

Rundstrickmaschinen sind Strickmaschinen, in denen die maschenbildenden Elemente kreisrund angeordnet werden. Ein wesentlicher Unterschied zu Flachstrickmaschinen sind die Nadelbetten, auf denen sich die Nadeln bewegen, da es davon zwei gibt. Daher wird die Maschine auch Doppelbettgerät genannt.

Beim maschinellen Rundstricken wird der Arbeitsfaden in die Nadel eingelegt, die sich daraufhin schließt und das Garn durch die Masche zieht.

Da die Maschine zwei Nadelbetten besitzt, kann nicht nur glatt rechts, sondern auch glatt links gestrickt werden. Daher können alle Muster aus rechten sowie auch aus linken Maschen gestrickt werden.

Ein Doppelgerät kann halbrunde oder schlauchförmige Strickarbeiten anfertigen und ist somit unglaublich schnell. Der Ablauf der Maschenbildung wird mit mehreren Fäden wiederholt und bildet dabei pro Umdrehung mehrere Zeilen. Dabei erreicht die Maschine eine Höchstleistung von 10 kg/h.

Die produzierte Ware verlässt die Maschine als Schlauch und wird daher Schlauchware genannt. Unter Schlauchware fallen T-Shirts als auch Pullover, die an ihrer fehlenden Seitennaht erkennbar sind.

Der einzige Nachteil, der sich bei der Rundstrickmaschine ergibt, ist das verdeckte vordere Nadelbett. Das angebrachte Nadelbett verdeckt dein Strickstück und erschwert es dir daher, dein Strickwerk zu sehen. Dadurch kannst du schwer die Fortschritte der Maschine im Auge behalten und eventuelle Fehler erst verspätet bemerken.

Die Rundstrickmaschine fertigt hochprofessionelle Kleidungsstücke an. Sie ist die vergleichsweise schnellste Maschine.

Was sind Grob-, Mittel-, Fein- oder Superfeinstricker?

Bei Strickmaschinen unterscheidet man unter Grob-, Mittel-, Fein- und Superfeinstricker. Wähle die Strickmaschine, die in dieser Hinsicht am besten zu deinen Bedürfnissen passt. Nicht jede Strickmaschine kann jedes Garn verarbeiten.

Grobstricker eignen sich besser für Anfänger während Superfeinstricker nur für professionelle Stricker zu empfehlen ist.

Eine Strickmaschine mit einem Grobstricker hat ein Nadelbett, auf dem die Nadeln 9 mm voneinander liegen. Zusätzlich sind es auch weniger Nadeln, weshalb sich diese Option besonders gut für Anfänger eignet.

Je weniger Nadeln, desto einfacher ist es, die Übersicht beim Stricken zu bewahren. Es ist auch einfacher nachzuvollziehen, ob du alle Maschen richtig gestrickt hast.

Die Nadeln des Mittelfein- und Feinstrickers sind deutlich weniger robust als die Nadeln des Grobstrickers. Die Nadelabstände betragen hier 7 mm und 5 mm, dabei verwendet man hier feineres Garn.

Als Regel gilt, dass du dünnes Garn, das du zu mehr als 20 Maschen pro 10 cm verarbeiten willst, doppelt nehmen solltest. Damit gehst du sicher, dass es nicht reißt.

Der Superfeinstricker verarbeitet sehr feines Garn. Dieses Gerät hat die meisten Nadeln mit einem Abstand von 5 mm. Je mehr Nadeln es gibt, desto schwieriger wird dir jedoch der Umgang damit fallen.

Das trifft beim Anschlagen und Abketten der Maschen zu, aber auch bei der Einstellung des Musters und der Kontrolle des Strickwerks. Daher ist das Fein- und Superfeinstrickwerk nur fortgeschrittenen Strickern zu empfehlen.

Jede Strickmaschine verarbeitet unterschiedlich dickes Garn. Wichtig ist den Schwierigkeitsgrad des Garns zu kennen. Dann kannst du die richtige Wahl treffen.

Welche Vorteile bietet das Maschinenstricken gegenüber dem Handstricken?

Das Stricken von Hand und das maschinelle Stricken lässt sich nicht so leicht vergleichen. Denn man kann bereits viel Erfahrung im Handstricken gesammelt haben und muss doch die Technik des Maschinenstrickens neu erlernen.

Das bedeutet auch für die, die noch nie mit Hand gestrickt haben, dass sie sich keiner zusätzlichen Herausforderung stellen müssen.

Der klare Vorteil des Maschinenstrickens ist, dass es viel schneller geht und sich so ein größeres Strickstück schneller produzieren lässt. Je schneller du produzieren kannst, desto mehr bist du auch angespornt zu experimentieren und verschiedene Muster auszuprobieren. Das Stricken kann dir daher mehr Freude bereiten, wenn du nicht so lang auf das Ergebnis warten musst.

Wenn du mit der Hand strickst, musst du die Anleitung stets im Auge behalten und die Maschen und Reihen pedantisch mitzählen. All diese Dinge erledigt die Maschine für dich. Hier musst du nur das Muster richtig einstellen und dann den Ablauf des Strickgarns beobachten.

Den Rest, wie das Zählen der Maschen, erledigt die Strickmaschine ganz automatisch für dich. Dabei strickt sich im Regelfall auch vollkommen fehlerfrei.

Dafür bleibt dir dann mehr Zeit neue Strickmotive auszuarbeiten, Kleidungsstücke zu entwerfen oder dir schöne Muster auszudenken. Du kannst dir sogar mit der Strickmaschine deinen eigenen „Stoff“ stricken und ihn dann anschließend zuschneiden und nähen. Das nennt man dann „Cut and Sew“.

Das maschinelle Stricken ist schneller und zeitsparend. Es schont deine Handgelenke und gibt dir Raum für mehr Kreativität.

Was ist beim maschinellen Stricken zu beachten?

Das maschinelle Stricken ist automatisch und arbeitet schneller. Doch unterschätze das Arbeiten mit der Maschine nicht. An der Strickmaschine zu arbeiten bedeutet nicht, das Garn zu fädeln, Knöpfe zu drücken und dann ein fertiges Strickstück in den Händen zu halten.

Zunächst ist es wichtig, dass du dich mit der Gebrauchsanweisung deiner Strickmaschine vertraut machst. Du willst das Gerät schließlich nicht beschädigen, auch ersparst du dir unnötigen Ärger.. Dabei ist es für dich wichtig herauszufinden welche Funktionen dir deine Maschine bietet und wie du das in deine Strickstücke einarbeiten kannst.

Beim Maschinenstricken musst du ebenso wie beim Handstricken, Reihe um Reihe fertigstellen. Dies geht natürlich um einiges schneller, da du nur den Strickschlitten auf und ab schieben musst, um eine Reihe zu fertigen.

Doch auch beim maschinellen Stricken musst du Maschen anschlagen, sie zunehmen, wieder abnehmen und abketten, wenn du dein Strickwerk in einer von dir gewollten Form fertigstellen möchtest.

Achte darauf, dass du das Garn unter ständiger Spannung hältst, um schöne Maschen zu erhalten. Eine komplexe Einrichtung genannt Fournisseur, ersetzt den linken kleinen Finger der Hand, der die Fadenzufuhr regelt. Das maschinelle Stricken ist nicht unbedingt simpler als das händische Stricken, doch eröffnen sich dir hiermit neue Möglichkeiten, die du sonst nicht hättest.

Achte beim Maschinenstricken darauf das Garn stets zu spannen und die Gebrauchsanweisung gut zu kennen. Lerne das Gerät zunächst erst einmal gut kennen.

Wie viel kostet eine Strickmaschine? Und welche Hersteller gibt es?

Die günstigste Strickmaschine ist die einfache Flachstrickmaschine. Diese beginnt bei einem Preis von 200 Euro. Die halbautomatische Flachstrickmaschine mit Lochkarte hat einen Anfangspreis von ungefähr 300 Euro.

Die vollautomatische Flachstrickmaschine mit Lochkarte fängt erst bei 1000 Euro an. Rundstrickmaschinen sind erst ab mehreren tausend Euro erhältlich.

Die wichtigsten Hersteller für deine Strickmaschine sind:

  • Brother
  • Pfaff
  • Singer
  • Silver Reed
  • Knittax
  • Creative
  • Passap
  • Empisal
  • Toyota

Die günstigste Strickmaschine beginnt bei 200 Euro und kann bis zu mehreren tausend Euro kosten. Gute Hersteller sind Knittax, Brother und Silver Reed.

Kann ich gebrauchte Strickmaschinen kaufen?

Mittlerweile ist es oft schwer, neuwertige Strickmaschinen zu erwerben, da viele Modelle oft nicht mehr produziert wird. Doch der Gebrauchtwarenhandel für Strickwaren ist sehr aktiv.

Viele die keine Zeit mehr für ihr Hobby haben oder eine geerbte Strickmaschine loswerden wollen, verkaufen sie online auf Portalen wie ebay oder amazon. Dort kannst du kostengünstige Gebrauchtwaren erhalten, die oft trotzdem noch in einwandfreiem Zustand sind.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Strickmaschinen vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir aufzeigen, anhand welcher Kriterien du Strickmaschinen vergleichen und bewerten kannst.

Hierdurch wird es für dich leichter, zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Strickgerät für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um folgende Faktoren:

  • Modellausführung
  • Grob-, Mittel-, Fein- oder Superfeinstricker
  • Modellausführung
  • Die richtige Größe

In den nächsten Absätzen werden die jeweiligen Kaufkriterien im Detail erklärt und aufgezeigt wie du diese Kriterien einordnen kannst.

Modellausführung

Die Strickmaschine ist in vielen verschiedenen Modellen erhältlich. Jedes Modell unterscheidet sich in Preis und Funktion.

Daher ist es wichtig für dich zu wissen, was du mit deiner Strickmaschine machen möchtest und was sie können muss. Dir reicht eine einfache Flachstrickmaschine, wenn du Muster glatt rechts stricken willst und keine Motive maschinell benötigst.

Die halbautomatischen und automatischen Maschinen erlauben bereits für kompliziertere Muster. Die automatische Strickmaschine ermöglicht es dir sogar dein eigenes Motiv zu entwerfen. Die Rundstrickmaschine ist die teuerste unter den Strickmaschinen, doch mit ihr kannst du Schläuche und halbrund stricken. Daraus kannst du dann Schlauchschals,  Pullover oder T-Shirts fertigen.

Grob-, Mittel-, Fein- oder Superfeinstricker

Je nach Strickmaschine kannst du gröberes oder feineres Garn zum Stricken verwenden. Dickes Garn erleichtert das Stricken und eignet sich besonders für Anfänger, die noch nicht viel Erfahrung mit Strickmaschinen gesammelt haben.

Der Superfeinstricker verwendet das feinste Garn mit den meisten Nadeln. Damit werden die schönsten Strickstücke produziert. Doch die vielen Nadeln erschweren auch den Umgang mit dem Gerät und du solltest dich nur daran wagen, wenn du bereits erste Erfahrungen im maschinellen Stricken gesammelt hast.

Die richtige Größe

Strickmaschinen unterscheiden sich in ihrer Größe, brauchen jedoch allgemein relativ viel Platz. Es ist daher wichtig vor dem Kauf zu entscheiden, ob du einen festen Stammplatz für das Gerät hast oder ob es regelmäßig weggeräumt werden muss.

Einige Strickmaschinen eignen sind nicht für regelmäßiges Räumen und sollten einen festen Platz im Haushalt bekommen.

Entscheidung: Welche Arten von Strickmaschinen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen vier verschiedenen Arten von Strickmaschinen unterscheiden:

  • Einfache Flachstrickmaschine
  • Halbautomatische Flachstrickmaschine mit Lochkarte
  • Vollautomatische Flachstrickmaschine mit Lochkarte

Rundstrickmaschine

Welche der Strickmaschinen die geeignete für dich ist, hängt sowohl von deinen preislichen Vorstellungen, sowie deinen Strickfähigkeiten mit einer Maschine ab. Während einige Maschinen mit Mustern und Motiven eingeschränkt sind, bieten andere die Möglichkeit jedes Motiv zu realisieren.

Die Flachstrickmaschinen werden auch Einbettgerät genannt. Das liegt daran, dass sie nur ein Nadelbett zum Stricken von Mustern zur Verfügung haben. Diese Maschinen stricken alle Strickstücke auf rechts und fertigen Muster, die sich rechts auf links abwechseln.

Die Rundstrickmaschine wird auch Doppelbettgerät genannt, da sie zwei Nadelbetten besitzt. Dies ermöglicht viel komplexere Muster und Motive. So kann diese Maschine nicht nur glatt auf rechts stricken, sondern auch auf links.

Worum handelt es sich bei der einfachen Flachstrickmaschine und worin liegen die Vor- und Nachteile von der einfachen Flachstrickmaschine?

Eine einfache Flachstrickmaschine kann nur glatt auf rechts stricken. Dabei kannst du zwischen den Strickmustern Zopf, Norweger und Fang wählen.

Eines der Nachteile des Gerätes ist, dass du wenig Möglichkeit hast Motive in das Strickwerk einzuarbeiten und dich an die Einschränkungen der Maschine halten musst.

Vorteile
  • Kostengünstig
  • Für Anfänger geeignet
  • Zopf-, Norweger-, und Fangmuster möglich
Nachteile
  • Strickt nur auf rechts
  • Keine Motive zur Auswahl
  • Limitiert in Mustern

Dieses Gerät ist das kostengünstigste der maschinellen Strickgeräte und bietet dir als Anfänger einen guten Einstieg.

Worum handelt es sich bei der halbautomatischen Flachstrickmaschine mit Lochkarte und worin liegen die Vor- und Nachteile der halbautomatischen Flachstrickmaschine?

Die halbautomatische Flachstrickmaschine ermöglicht es dir unterschiedliche Strickmuster zu verwenden.

Mit ihr hast du viel mehr Möglichkeiten als mit der einfachen Flachstrickmaschine. Manche dieser Geräte sind auch mit einer Drucktastenautomatik ausgestattet, die dir beim Stricken viel Zeit sparen wird.

Vorteile
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Drucktastenautomatik
  •  Viele Muster zur Auswahl
Nachteile
  • Muster müssen manuell eingestellt werden
  • Motive sind nur bedingt möglich

Der Nachteil dieser Flachstrickmaschine ist, dass die unterschiedlichen Strickmuster per Hand eingestellt werden müssen. Das bedeutet, dass du die Bedienungselemente entsprechend anpassen musst und auch die Gebrauchsanleitung deines Gerätes gut kennen solltest.

Doch die Maschine bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn du nach einer Maschine suchst, die dir kreative Freiheiten lässt, dafür aber auch etwas schwerer in der Handhabung ist.

Worum handelt es sich bei der vollautomatischen Flachstrickmaschine mit Lochkarte und worin liegen die Vor- und Nachteile der vollautomatischen Flachstrickmaschine?

Die vollautomatische Flachstrickmaschine mit Lochkarte ist eine Strickmaschine mit der stricktechnisch vieles möglich ist.

Du kannst Muster und Motive frei einstricken, solange du die Maschine programmierst. Die Betätigung der Bedienungsknöpfe ist kein Aufwand und macht das automatische Stricken flüssiger. Zusätzlich haben einige der Maschinen die Option das Strickstück zu plattieren, es also doppelseitig zu bestricken.

Vorteile
  • Motive und Muster einstricken
  • Geringe Betätigung der Bedienungsknöpfe
  • Plattieren möglich
  • Muster können variiert werden
Nachteile
  • Kostenintensiv

Bei dieser vielseitigen Maschine überrascht es nicht, dass man mit einem etwas größeren Kostenaufwand rechnen muss. Diese Strickmaschine gehört zu den kostenintensivsten.

Sie zahlt sich jedoch für die professionellen Strickbegeisterten aus, denen schnelles Stricken und die Möglichkeiten neues auszuprobieren, wichtig ist.

Worum handelt es sich bei der Rundstrickmaschine und worin liegen die Vor- und Nachteile der Rundstrickmaschine?

Die Rundstrickmaschine ist das vielseitigste Gerät unter den Strickmaschinen. Mit den zwei Nadelbetten, die sie zur Verfügung hat, kann sie nicht nur glatt rechts stricken, sondern auch links.

Eine spezielle Funktion dieser Maschine ist auch, dass sie schlauchförmige oder halbrunde Strickteile fertigen kann.

Vorteile
  • Zwei Nadelbetten
  • Strickt schlauchförmig und halbrund
  • Strickt glatt links
Nachteile
  • Teuerste Strickmaschine
  • Nur für Fortgeschrittene
  • Nadelbett verdeckt Strickstück

Diese Strickmaschine eignet sich nur für dich, wenn du bereits erste Erfahrungen mit Strickmaschinen gesammelt.

Eine andere Möglichkeit wäre, es von jemand mit Erfahrung zu lernen. Wenn diese Hürde erst einmal überwunden ist, kannst du mit dieser Maschine schneller und kreativer stricken als mit allen anderen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Strickmaschine

Wie lerne ich das Stricken auf der Strickmaschine?

Das Stricken auf der Strickmaschine ist wichtig professionell zu lernen. Erschwere dir dein Hobby nicht, indem du ein Gerät kaufst, und es nur einmal ausprobierst. Lese die ausführliche Gebrauchsanweisung der Strickmaschine, die dich über ihre wichtigsten Funktionen informiert.

Zusätzlich kannst du auch auf den Webseiten der Hersteller umfangreiche Informationen zu Technik und Bedienung finden.

Weiters zu empfehlen ist ein spezieller Strickkurs, in welchem du erste Erfahrungen mit der Strickmaschine sammelst und für dich herausfindest, ob es dir Spaß macht damit zu arbeiten.

Diese können als Kurse in deiner Stadt angeboten werden.
Falls du jedoch bereits erste Erfahrungen im maschinellen Stricken gemacht hast und auch weißt wie du Muster und Motive setzt, kannst du bereits viele der Funktionen der Strickmaschine für Fortgeschrittene nutzen.

Worauf muss ich bei einer gebrauchten Strickmaschine achten?

Gerade wenn du Anfänger bist, ist eine gebrauchte Strickmaschine oft die beste Lösung. Ein Gebrauchtgerät ist deutlich günstiger und bewahrt dich davor eine Fehlinvestition zu begehen.

Natürlich willst du dennoch ein qualitativ hochwertiges Gerät, das dir viele Jahre erhalten bleibt. Beim Kauf einer gebrauchten Strickmaschine solltest du daher auf folgende Punkte achten:

Lass dir die Strickmaschine vom Verkäufer vorführen, um dir sicher zu sein, dass sie auch noch funktioniert. Eventuell kann dir der vorherige Besitzer auch noch einige Informationen zu der Bedienung des Geräts geben.

Sieh dir die Nadelführung der Maschine genau an. Wenn sie Kerben aufweist oder sich bereits Rost angesetzt hat, dann solltest du das Gerät nicht kaufen.

Lege dein Augenmerk auf die einzelnen Nadeln. Sind sie gleichmäßig ausgerichtet, so sollten sie auch gerade in ihren Führungsschienen stehen. Schiebst du sie dann nach oben, sollten sie weiterhin in einer Reihe bleiben, ohne die Köpfe zu verdrehen. Prüfe auch, ob sich die Nadelzunge schließt. Das kann mit einem ganz normalen Blatt Papier getestet werden.

Überprüfe den Strickschlitten und ob dieser sich leicht über das Nadelbett schieben lässt. Hierbei ist besonders die Unterseite wichtig. Diese sollte weder beschädigt sein, noch sonst irgendwelche Makel aufweisen. Dieser Punkt ist sehr wichtig, denn einen neuen Schlitten zu kaufen kostet oft mehr als das ganze Gerät.

Stelle sicher, dass du die Strickmaschine mit allem notwendigen Zubehör erhältst. Wenn du etwa Gewichte, Kämme oder anderes Zubehör separat kaufen musst, kann dir das sehr teuer kommen.

Frage immer nach der Bedienungsanleitung für das Gerät. Die Anleitung wird dir mitteilen was zu tun ist, wenn ein Ersatzteil einmal kaputt geht. Steht sie nicht zu Verfügung, kannst du auch sehen, ob sie online zu erhalten ist.

Welches Garn passt zu meiner Strickmaschine?

Das richtige Garn zu wählen ist ein wichtiger Punkt, den du nicht außer Acht lassen darfst. Es ist oft ein Anfängerfehler einen falschen Faden zu wählen und die unangenehmen Folgen zu spüren.

Denn nicht nur wird das Strickstück locker oder verzogen, sondern es können sich auch Nadeln oder Strickschlitten verbiegen.

Folgende Punkte solltest du bei der Wahl des richtigen Garns beachten:

Viele Wollen haben das Symbol eines Strickschlittens auf ihrer Etikette, das darauf hinweist für welche Strickmaschine sie geeignet sind. Wenn du dir nicht sicher bist, frage zur Sicherheit deinen Wollfachhändler, ob sich das Garn in deiner Strickmaschine verarbeiten lässt.

Verwende bei deinem ersten Strickversuch ein Garn, das beim Handstricken mit einer Stärke von 2 oder 3 gestrickt wird. Damit wird es dir leichter fallen.
Verarbeite kein Garn auf dem Feinstricker, das über Größe 4 hat. Das Strickstück wird hart und undehnbar.

Willst du dennoch eine dicke Wolle verwenden, so tue das indem du Nadeln auslässt. Du arbeitest dann mit jeder zweiten oder dritten Nadeln. Dadurch gleicht dein Feinstricker einem Grobstricker und das Ergebnis wird zu deiner Zufriedenheit ausfallen.

Besonders Baumwollgarne eignen sich hervorragend für deine Strickmaschine, denn sie sind glatt und leicht zum Stricken. Auch Leine, Seide und Viskose lassen sich gut verstricken. Achte jedoch bei Viskose darauf, dass sich keine ungewollten Schlaufen bilden.

Behandle dein Garn mit Paraffin, um es geschmeidig zu machen und besser verarbeiten zu können. Als Ersatz für Paraffin kannst du auch das Garn über eine Kerze ziehen.

Wie reinigt man eine Strickmaschine?

Natürlich muss deine Strickmaschine auch regelmäßig gereinigt werden. Fange dafür am besten mit den Nadeln an. Schiebe sie hoch und reinige entweder mit einem Staubsauger oder Staubfänger. Diese erreichen die Flusen und den Staub, die sich in den Zwischenräumen angesammelt haben.

Bewegt sich dein Strickschlitten nur mehr mühsam, dann kannst du dem auch Abhilfe schaffen. Sprühe den Strickschlitten mit etwas Öl ein und bewege ihn mehrmals hin- und her, damit sich das Öl auch gut verteilt.

Wenn deine Maschine verharzt ist, weil sie dir eventuell vererbt wurde oder du sie einfach schon lange nicht mehr verwendet hast, behandle sie mit WD 40. Das ist ein Waschbenzin, mit dem man die betroffenen Stellen einweicht und reinigt. Öle diese Stellen danach gut ein. Achte dabei darauf, dass du die Kunststoffteile möglichst aussparst.

Wo repariert man eine Strickmaschine?

Ist deine Strickmaschine defekt, dann wende dich an den Händler oder Hersteller des Geräts. Dasselbe gilt auch für Einzelteile, die ausgetauscht werden müssen.

Viele Händler die Strickmaschinen und Zubehör verkaufen, bieten auch einen Reparaturservice an oder können dich an einen Fachmann weiterleiten. Doch oft bekommst du bereits auch gute Hilfe und Zubehör in deinem lokalen Wollfachgeschäft.

Weiterführende Quellen und Literatur


[1] https://www.stricken-erlernen.de/strickmaschine/
[2| https://strick-planet.de/strickmaschine-kaufen/
[3| https://de.wikipedia.org/wiki/Strickmaschine
[4| http://www.co-vienna.com/de/leute/die-strickexpertin/

Bildquelle: 123rf.com / 47374513

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